Die Novellierung der Bundesimmissionsschutzverordnung

Die Wärme aus dem Holz setzt auch Feinstaub frei. In den jüngsten Jahren hat die Feinstaubbelastung aus Kleinfeuerungsanlagen, und damit auch aus Kaminen und Ofenheizungen, stark zugenommen. Der Gesetzgeber hat deshalb die Grenzwerte für Emissionen verschärft. Wer sie nicht erfüllen kann, muss seinen Kamin nachrüsten.

 

Bereits Ende März 2010 trat die Novelle der 1. Bundesimmissionsschutz-Verordnung BImSchV, der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen, in Kraft. Neue Anlagen, die nach dem 22. März 2010 errichtet wurden, müssen damit noch strengere Grenzwerte erfüllen. Ältere Anlagen, die die Grenzwerte nicht erfüllen können, sind nachzurüsten oder außer Betrieb zu nehmen.

 

Durch die Gesetzesänderung sollen die bundesweiten Feinstaubemissionen von Einzelraumfeuerstätten bis 2025 halbiert werden. Das Gesetz soll in zwei Stufen umgesetzt werden, die erste begann mit der Novellierung, die zweite folgt im Januar 2015.

 

Betroffen sind alle Feststoff-Feuerstätten, z.B. Kamine, Kachelöfen und Holz-Zentralheizungen. Allerdings sind die Feinstaubemissionen von modernen Feuerstätten durch bessere Verbrennungstechnik heute schon um ein vielfaches geringer als die von Altgeräten. Viele Hersteller haben sich mit ihren Produkten bereits auf die Gesetzesverschärfung eingestellt.

 

Dennoch sind Eigenheimbesitzer und Kaminbetreiber nun häufig verunsichert. Welche Anlagen sind wirklich von der Gesetzesänderung betroffen? Welche Möglichkeiten gibt es, um die Feuerstätten noch effizienter und umweltschonender zu betreiben? Wie können zu viel Feinstaub vermieden und die verschärften Grenzwerte eingehalten werden? Die Fristen für die Umrüstung richten sich nach Alter der Feuerstätte und dem Zeitpunkt der letzten Überprüfung. Geräte, die die Anforderungen der ersten Stufe erfüllen, dürfen auch nach 2015 weiter betrieben werden. Private Kochherde, Backöfen, Badeöfen, offene Kamine oder vor 1950 errichtete Kachelöfen sind von der 1. BImSchV sogar gänzlich ausgenommen.

 

Auf schadstoffarme Kaminöfen weisen zum einen die abgebildeten Prüfsiegel hin wie etwa EFA, Der blaue Engel, Nordischer Schwan, DIN plus und das Schweizer Qualitätssiegel.

 

Außerdem kann der Besitzer aus den Herstellerangaben entnehmen, ob sein Ofen den neuen Anforderungen genügt. Liegt keine Prüfstandsmessbescheinigung des Herstellers vor, kommt auch eine Vor-Ort-Messung durch den Schornsteinfeger in Frage. Auch die im Rahmen der Typenprüfung durchgeführte Feinstaubmessung genügt als Nachweis. Das Datum kann man am Ofen ablesen.